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Deutsches Ärzteblatt - Aktuelles

Bisher keine Einigung bei Kabinettsrunde zum Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche

Wed, 12 Dec 2018 18:15:00 +0100

Berlin – Die Gespräche der Großen Koalition über das strittige Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche ziehen sich weiter hin. Die Beratungen dazu würden weitergeführt,...



Regierung will Anregungen des Bundesrats zu Medizinischen Versorgungszentren prüfen

Wed, 12 Dec 2018 18:01:00 +0100

Berlin – Der Bundesrat hatte unlängst gefordert, die Gründung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zu verschärfen,...



Kein Systemwechsel bei Zulassung von Medizinprodukten

Wed, 12 Dec 2018 17:13:00 +0100

Berlin – Ein Systemwechsel bei der Zulassung von Medizinprodukten durch sogenannnte Benannte Stellen ist derzeit nicht geplant. Das hat der parlamentarische...



Vierter Konnektor für Telematikinfrastruktur zugelassen

Wed, 12 Dec 2018 17:10:00 +0100

Berlin – Der VSDM-Konnektor der secunet Security Networks AG hat die Zulassung der gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte erhalten. Damit...



Spahn kompromissbereit bei umstrittener Neuregelung für Psychotherapien

Wed, 12 Dec 2018 17:04:00 +0100

Berlin – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich nach heftiger Kritik an seinen Plänen zur Neuregelung bei psychotherapeutischen Behandlungen...



Betriebskostenpauschale für Geburtshäuser steigt

Wed, 12 Dec 2018 17:00:00 +0100

Berlin – Nach intensiven Verhandlungen haben sich GKV-Spitzenverband, Deutscher Hebammenverband, Bund freiberuflicher Hebammen und das Netzwerk der Geburtshäuser auf...



bundesaerztekammer

Bundesärztekammer

IMPP und Landesärztekammer Rheinland-Pfalz diskutieren Impulse der Prüfungsforschung als Beitrag zur Verbesserung der Patientensicherheit

Wed, 12 Dec 2018 08:42:08 +0000

Mainz – Bei der Vergabe freier Stellen in Krankenhäusern wird häufig auch auf Fachkräfte aus dem Ausland gesetzt. Um das Wohl jedes einzelnen Patienten zu gewährleisten, ist es wichtig, einheitliche Prüfungsstandards festzulegen, die unabhängig vom Ausbildungsort eine Vergleichbarkeit garantieren. Patientensicherheit und kollegiale Sicherheit stehen hier im Vordergrund. Wie zukünftig mit dieser Herausforderung umzugehen ist, wollen das Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) und die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz am Dienstag, den 11. Dezember, bei ihrem Symposium „Überprüfung ausländischer Berufsqualifikationen“ mit internationalen Experten wissenschaftlich diskutieren.

Mainz – Bei der Vergabe freier Stellen in Krankenhäusern wird häufig auch auf Fachkräfte aus dem Ausland gesetzt. Um das Wohl jedes einzelnen Patienten zu gewährleisten, ist es wichtig, einheitliche Prüfungsstandards festzulegen, die unabhängig vom Ausbildungsort eine Vergleichbarkeit garantieren.  Patientensicherheit und kollegiale Sicherheit stehen hier im Vordergrund. Wie zukünftig mit dieser Herausforderung umzugehen ist, wollen das Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) und die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz am Dienstag, den 11. Dezember, bei ihrem Symposium „Überprüfung ausländischer Berufsqualifikationen“ mit internationalen Experten wissenschaftlich diskutieren.
 
Neben Prof. Dr. med. Jana Jünger, MME, Direktorin des IMPP, werden unter anderem der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, Dr. med. Günther Matheis und Prof. Dr. med. Ulrich Förstermann, Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, referieren. Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Austauschs berichten die internationalen Prüfungsexperten Prof. John Norcini und Prof. Ara Tekian, wie in den USA die Qualität von Ärzten mit ausländischer Berufsqualifikation überprüft wird sowie über ihre Erfahrungen zur internationalen Vergleichbarkeit von Medizincurricula. Darüber hinaus wird Prof. Dr. med. Nguyen von der Pham Ngoc Thach University of Medicine in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam über ein gemeinsames deutsch-vietnamesisches Forschungsprojekt zur Vergleichbarkeit von Abschlussexamina in der Medizin in Deutschland und Vietnam berichten.
 
Symposium als Impulsgeber
Das Symposium in der Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland-Pfalz soll einen Impuls für die wissenschaftliche Diskussion der standardisierten Prüfung für Ärzte geben. „Das Symposium soll die Frage klären, wie groß die Vergleichbarkeit ist beziehungsweise ob sie überhaupt gegeben ist. Mit dem Masterplan Medizinstudium 2020 werden in Deutschland die Weichen gestellt, um in Ausbildung und Prüfungen eine vertrauensvolle Arzt-Patient-Kommunikation noch besser abzubilden oder auch neue Themen wie Digitalisierung und interprofessionelle Zusammenarbeit aufzugreifen“, erläutert Prof. Dr. med. Jana Jünger. „Ziel ist es, in Zukunft unsere Studierenden optimal auf den Berufsalltag vorzubereiten. Patientenorientierung und Patientensicherheit müssen hier an erster Stelle stehen. Es gibt wissenschaftliche Möglichkeiten die Vergleichbarkeit zu gewährleisten“, so Prof. Jünger weiter.
 
Standardisierung als Ziel
„Der Kenntnisstand von Ärztinnen und Ärzten, die in Drittstaaten eine ärztliche Ausbildung absolviert haben und nun in Deutschland arbeiten möchten, muss mit dem Kenntnisstand vergleichbar sein, über den Ärztinnen und Ärzte verfügen, die in Deutschland die ärztliche Ausbildung absolviert und Staatsexamina bestanden haben“, erklärt Dr. med. Günther Matheis, Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. Deshalb muss nach Ansicht vieler Präsidentinnen und Präsidenten der verschiedenen Landesärztekammern das bisherige Verfahren bundesweit einheitlich durch ein standardisiertes Verfahren abgelöst werden, um die hohe Qualität des Abschlusses und damit die Versorgungsqualität sowie die Patientensicherheit zu gewährleisten. Diese Prüfung muss auf dem Niveau des zweiten und dritten Staatsexamens stattfinden, damit die Abschlüsse tatsächlich vergleichbar sind, fordert Dr. Matheis.
 
Diese Idee aufgreifend wurden in einem Kooperationsstudiengang zwischen der Pham Ngoc Thach University of Medicine und der Universitätsmedizin Mainz bereits die deutschen Abschlussprüfungen – und damit die Qualitätssicherung – in einen vietnamesischen Studiengang integriert. Bereits im Herbst 2018 fanden die ersten M2-Prüfungen in Vietnam mit einer Erfolgsquote von über 85 Prozent statt.
 
„Als Universitätsmedizin Mainz und somit deutscher Partner des vietnamesisch-deutschen Kooperationsstudiengangs freuen wir uns sehr darüber, dass in Vietnam nicht nur nach Mainzer Curriculum unterrichtet wird, sondern im Rahmen des Modellprojekts mit dem IMPP auch die Abschlussprüfungen M2 und M3 approbationskonform und nach deutschem Standard durchgeführt werden können,“ erläutert der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Förstermann. „Akzeptiert man diese integrierten Examina als Überprüfung der Berufsqualifikation, wären die hohen Qualitätsansprüche des deutschen Gesundheitssystems gewahrt und die vietnamesischen Absolventen könnten direkt eine Berufserlaubnis in Deutschland beantragen.“

www.laek-rlp.de



Rheinland-Pfalz: Landesärztekammer lehnt Landarztquote ab

Tue, 11 Dec 2018 13:47:13 +0000

Mainz - Die Landarztquote, für die heute die rheinland-pfälzische Landesregierung den Gesetzesentwurf (Landarztgesetz) beschlossen hat, ist für die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz „kein sicher geeignetes Instrument, um Ärztinnen und Ärzte für die Versorgung in ländlichen Regionen zu begeistern“, erklärt deren Präsident Dr. Günther Matheis. Man könne junge Menschen nicht schon mit 19 oder 20 Jahren darauf festlegen, dass sie nach mindestens zwölf Jahren Studium und Weiterbildung ...

Mainz - Die Landarztquote, für die heute die rheinland-pfälzische Landesregierung den Gesetzesentwurf (Landarztgesetz) beschlossen hat, ist für die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz „kein sicher geeignetes Instrument, um Ärztinnen und Ärzte für die Versorgung in ländlichen Regionen zu begeistern“, erklärt deren Präsident Dr. Günther Matheis.
 
Man könne junge Menschen nicht schon mit 19 oder 20 Jahren darauf festlegen, dass sie nach mindestens zwölf Jahren Studium und Weiterbildung für zehn Jahre als Landarzt arbeiten werden. Oft entwickle sich während des Studiums der Wunsch, doch ein anderes Fachgebiet zu absolvieren. Vorgesehen sei, dass man sich in einem solchen Fall mit einer Vertragsstrafe aus der Verpflichtung lösen könne. Matheis: „Hier entsteht die Gefahr, dass man eine Zwei-Klassen-Gesellschaft schafft. Denn wer das nötige Geld hat, kann sich herauskaufen.“
 
Um das Fachgebiet der Allgemeinmedizin und die ärztliche Arbeit auf dem Land attraktiver zu machen, seien natürlich viele Bausteine nötig. „Den alleinigen Königsweg hierfür gibt es nicht“, so Matheis. 
Seiner Meinung gehören aber eine gute Lehre sowie Anreize in den Kommunen, um Ärztinnen und Ärzte für die Region zu gewinnen, unbedingt dazu. Und ganz wichtig: Eine ausreichende Erhöhung der Anzahl der Medizinstudienplätze. Matheis: „Wir brauchen mehr Ärzte im System, um den künftigen Bedarf zu decken. Schätzungen gehen inzwischen davon aus, dass künftig fast zwei Ärzte nötig sind, um einen ausscheidenden Arzt zu ersetzen. Ein Grund hierfür ist der wachsende Wunsch nach Teilzeitstellen.“

www.laek-rlp.de



ÄKWL für Erhalt des Paragraphen 219a: Windhorst: „Information und Aufklärung ja, Werbung für Abtreibung nein!“

Tue, 11 Dec 2018 09:17:15 +0000

Münster - In der Debatte um die Änderung des Paragraphen 219a spricht sich die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) für den Erhalt des § 219a StGB aus. Es müssen aber neutrale Informations- und Beratungsangebote ermöglicht werden, fordert Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst. „Unser Ziel ist es, Transparenz und Information für die Betroffenen mit niedrigschwelligen Angeboten unter Erhalt des 219a zu gewährleisten.“ Diese Zielrichtung entspreche auch einer Entscheidung des diesjährigen Deutschen Ärztetages in Erfurt. Die Position der westfälisch-lippischen Ärzteschaft sei eindeutig: „Information ja, Werbung nein.“

Münster -  In der Debatte um die Änderung des Paragraphen 219a spricht sich die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) für den Erhalt des § 219a StGB aus. Es müssen aber neutrale Informations- und Beratungsangebote ermöglicht werden, fordert Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst. „Unser Ziel ist es, Transparenz und Information für die Betroffenen mit niedrigschwelligen Angeboten unter Erhalt des 219a zu gewährleisten.“ Diese Zielrichtung entspreche auch einer Entscheidung des diesjährigen Deutschen Ärztetages in Erfurt. Die Position der westfälisch-lippischen Ärzteschaft sei eindeutig: „Information ja, Werbung nein.“
 
Windhorst: „Es darf nicht sein, dass Frauen in solch einer schwierigen Situation, in der sie über eine Abtreibung nachdenken, alleine gelassen werden. Es muss ihnen erleichtert werden, Ansprechpartner für ein Aufklärungsgespräch zu finden. Zumal dadurch gewährleistet werden kann, dass schwangere Frauen nicht an falsche Gesprächspartner geraten.“ Neben der ärztlichen Beratung sollten auch staatliche, kirchliche oder freie Beratungsstellen, die noch mehr Informationen und Kenntnisse über Hilfsmöglichkeiten und soziale Unterstützung von Schwangeren hätten, einbezogen werden. „Beide Systeme müssen funktionieren. Auf jeden Fall braucht es viel Zeit und viel Information, um den Frauen zu helfen.“ Eine ergebnisoffene Beratung unter Berücksichtigung der Selbstbestimmung der Frauen sei enorm wichtig, so der Kammerpräsident. „Wir haben hier zwei Rechtskreise, nämlich das Recht auf Leben und das Recht auf Selbstbestimmung, die gegeneinander abgewogen werden müssen.“
 
Das Argument, durch eine Änderung des 219a und die Legalisierung der Abtreibung die Ärzteschaft zu entkriminalisieren, lässt Windhorst nicht gelten und hält es für vorgeschoben. „Das trifft den Kern des Problems nicht. Wenn der Arzt über das Thema Abtreibung aufklären und informieren kann, wirbt er ja nicht für eine Abtreibung und wird deshalb auch nicht kriminell.“ Dafür sei es aber auch notwendig, die gesetzlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen für eine transparente Aufklärungsarbeit zu schaffen. Natürlich habe ein Arzt das Recht und die Pflicht, über einen Schwangerschaftsabbruch aufzuklären, „aber Werbung dafür auf der eigenen Homepage ist kontraproduktiv“.

www.aekwl.de



Hamburg: Neuer Vorstand gewählt: Emami wird Kammerpräsident

Tue, 11 Dec 2018 08:45:13 +0000

Hamburg - Die Delegiertenversammlung (DV) der Ärztekammer Hamburg wählte am Montagabend in der konstituierenden Sitzung Dr. Pedram Emami zum neuen Präsidenten der Ärztekammer Ham-burg. Es gab keinen Gegenkandidaten. Emami erhielt 48 Stimmen. Seine Liste – die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) – erreichte bei den Wahlen zur Delegiertenversammlung als stärkste Kraft 30,94 Prozent der Stimmen. Der 48-jährige Neurochirurg arbeitet am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und war bereits von 2014 bis 2018 Mitglied im Vorstand der Ärztekammer Hamburg. Im Vorstand der Bundesärztekammer vertritt er ab sofort auch die Interessen der Hamburger Ärzteschaft auf Bundesebene. Nach 20 Jahren als Kammerpräsident verabschiedete sich Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery von den Hamburger Delegierten. Er bleibt jedoch Präsident der Bundesärztekammer. Die Wahlen auf Bundesebene finden auf dem Deutschen Ärztetag 2019 in Münster statt.

Hamburg - Die Delegiertenversammlung (DV) der Ärztekammer Hamburg wählte am Montagabend in der konstituierenden Sitzung Dr. Pedram Emami zum neuen Präsidenten der Ärztekammer Ham-burg. Es gab keinen Gegenkandidaten. Emami erhielt 48 Stimmen. Seine Liste – die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) – erreichte bei den Wahlen zur Delegiertenversammlung als stärkste Kraft 30,94 Prozent der Stimmen. Der 48-jährige Neurochirurg arbeitet am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und war bereits von 2014 bis 2018 Mitglied im Vorstand der Ärztekammer Hamburg. Im Vorstand der Bundesärztekammer vertritt er ab sofort auch die Interessen der Hamburger Ärzteschaft auf Bundesebene. Nach 20 Jahren als Kammerpräsident verabschiedete sich Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery von den Hamburger Delegierten. Er bleibt jedoch Präsident der Bundesärztekammer. Die Wahlen auf Bundesebene finden auf dem Deutschen Ärztetag 2019 in Münster statt.

Auch der Vizepräsident der Kammer, Klaus Schäfer, gab nach zwölf Jahren sein Amt ab und wird der DV nicht mehr angehören. Seine Nachfolgerin im Amt, PD Dr. Birgit Wulff, Listenführerin der Hamburger Gesundheitsfraktion – die Ärzteopposition und Allgemein- und Arbeitsmedizinerin in der Rechtsmedizin am UKE, wurde ebenfalls mit 48 Stimmen von den Delegierten gewählt. Es gab auch in diesem Wahlgang keinen Gegenkandidaten.

Gewählt wurden anschließend die fünf Beisitzer des Vorstands. Im Amt bestätigt wurden Dr. Hans Ramm (47 Stimmen; PPP-Liste), niedergelassener Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Christine Neumann-Grutzeck (44 Stimmen; MB), angestellte Internistin in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis und an der Asklepios Klinik Altona. Neu gewählt wurden Dr. Detlef Niemann (42 Stimmen; Hausärzte in Hamburg – das Original), bis vor kurzem niedergelassen als Hausarzt, Dr. Alexander Schultze (35 Stimmen; MB), stellvertretender Leiter der Notaufnahme des UKE, und Norbert Schütt (32 Stimmen; MB), Betriebsratsvorsitzender des BG Klinikums Hamburg.

www.aerztekammer-hamburg.de



Vorstand der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft wiedergewählt

Mon, 10 Dec 2018 11:49:58 +0000

Berlin – Die ordentlichen Mitglieder der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 07.12.2018 in Berlin ihren Vorstand gewählt. Vorsitzender ist der Berliner Internist, Hämatologe und Onkologe Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, der seit 2007 dieses Amt innehat. Als sein Stellvertreter wurde der Facharzt für Allgemeinmedizin Prof. Dr. Wilhelm Niebling (Titisee-Neustadt) gewählt. Weitere Mitglieder des Vorstands der AkdÄ sind der Gastroenterologe Prof. Dr. Daniel Grandt (Saarbrücken), der Klinische Pharmakologe Prof. Dr. Bernd Mühlbauer (Bremen) und Frau PD Dr. Martina Pitzer, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Eltville), die ebenfalls bereits dem bisherigen Vorstand angehört hatten.

Der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Dr. Max Kaplan, überbrachte die Glückwünsche des Vorstands der Bundesärztekammer und würdigte die Arbeit des Vorstands der AkdÄ. In seinen Worten hob er die wichtige Funktion der AkdÄ als unabhängiger wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer hervor.

In einer ersten Stellungnahme betonte Prof. Ludwig, dass die weitere Beteiligung an den Verfahren zur Nutzenbewertung von neu zugelassenen Arzneimitteln und die unabhängige Information der deutschen Ärzteschaft zur rationalen Pharmakotherapie auch künftig die Arbeitsschwerpunkte der AkdÄ sein werden. Und auch die Arzneimittel(therapie)sicherheit bleibt weiterhin ein wichtiges Ziel der Arbeit der AkdÄ.



Bayern: Neue Regelung für die Leichenschau

Fri, 07 Dec 2018 09:40:32 +0000

München - „Die Leichenschau ist in der gültigen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gnadenlos unterbewertet“, erinnert Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK). Dies werde der Bedeutung einer qualifizierten Leichenschau, die nicht nur den Tod, sondern auch die Begleitumstände und die Ursachen feststellt, nicht gerecht. „Bei der Leichenschau handelt es sich um eine verantwortungsvolle und aufwändige ärztliche Tätigkeit. Die Leistung der Kolleginnen und Kollegen muss dringend mehr Wertschätzung erfahren“, so Quitterer. Werde der Arzt beispielsweise durch die Polizei zu einer Leichenschau gerufen, könne er dabei lediglich den einfachen Satz der Gebührenordnung in Höhe von 14,52 Euro ansetzen (Nr. 100 GOÄ) plus Wegegebühren. Zuschläge für eine Durchführung am Wochenende oder nachts könnten nicht berechnet werden, da sie in der Gebührenordnung nicht vorgesehen seien und die Nr. 100 keine zuschlagsberechtigte Ziffer sei. Quitterer fordert daher „eine adäquate Vergütung – jetzt“ und keine Vertröstung auf eine bessere Regelung in der anstehenden Novellierung der GOÄ, auf die die Ärztinnen und Ärzte seit 20 Jahren warteten. „Die Nr. 100 plus Wegegeld – das bildet die Anforderungen an die Todesfeststellung einfach nicht ab, was auch die Bundesregierung in einer Stellungnahme im Jahr 2016 befand“. Deshalb plädiert Bayerns Ärztechef bei der Leichenschau für „eine Herausnahme der Vergütung aus der GOÄ für Ärzte und für die Schaffung eines eigenen Rechtsrahmens“.

München - „Die Leichenschau ist in der gültigen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gnadenlos unterbewertet“, erinnert Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK). Dies werde der Bedeutung einer qualifizierten Leichenschau, die nicht nur den Tod, sondern auch die Begleitumstände und die Ursachen feststellt, nicht gerecht. „Bei der Leichenschau handelt es sich um eine verantwortungsvolle und aufwändige ärztliche Tätigkeit. Die Leistung der Kolleginnen und Kollegen muss dringend mehr Wertschätzung erfahren“, so Quitterer. Werde der Arzt beispielsweise durch die Polizei zu einer Leichenschau gerufen, könne er dabei lediglich den einfachen Satz der Gebührenordnung in Höhe von 14,52 Euro ansetzen (Nr. 100 GOÄ) plus Wegegebühren. Zuschläge für eine Durchführung am Wochenende oder nachts könnten nicht berechnet werden, da sie in der Gebührenordnung nicht vorgesehen seien und die Nr. 100 keine zuschlagsberechtigte Ziffer sei. Quitterer fordert daher „eine adäquate Vergütung – jetzt“ und keine Vertröstung auf eine bessere Regelung in der anstehenden Novellierung der GOÄ, auf die die Ärztinnen und Ärzte seit 20 Jahren warteten. „Die Nr. 100 plus Wegegeld – das bildet die Anforderungen an die Todesfeststellung einfach nicht ab, was auch die Bundesregierung in einer Stellungnahme im Jahr 2016 befand“. Deshalb plädiert Bayerns Ärztechef bei der Leichenschau für „eine Herausnahme der Vergütung aus der GOÄ für Ärzte und für die Schaffung eines eigenen Rechtsrahmens“.

In München gebe es, so berichtet Dr. Christoph Emminger, Vorsitzender des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbandes (ÄKBV), auf Initiative des ÄKBV seit Jahren eine Gruppe von Ärztinnen und Ärzten, die sich mit hohem Engagement und regelmäßig zum Thema Leichenschau fortbilde und gleichzeitig sicherstelle, dass unverzüglich eine Ärztin/ein Arzt aus dieser Gruppe der Anforderung der Polizei, wenn diese eine Leichenschau veranlasse, nachkomme. „Das verringert in diesen Fällen die sonst häufig langen Wartezeiten für die Polizei und gewährleistet einen hohen Qualitätsstandard der Leichenschau, die meist unter sehr schwierigen Umständen und zu ungünstigen Zeiten stattfindet. Das Engagement dieser Ärztinnen und Ärzte zu Qualifikation, Fortbildung und zeitnah zu erbringender Leichenschau verdient höchsten Respekt aller, auch der Öffentlichkeit, der Politik und derer, die dafür Verantwortung tragen. Leider kommt dies derzeit auch noch nicht im Honorar für diese Arbeit zum Ausdruck“, so der ÄKBV-Vorsitzende, der auch die Bereitschaft von Prof. Dr. Oliver Peschel vom Institut der Rechtsmedizin der LMU, verantwortlich für Qualifikation und Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen, ausdrücklich hervorhebt. Welche Bedeutung dieser sogenannte „Forensische Leichenschau-Dienst“ (FLSD) in und für München habe, wurde schlaglichtartig deutlich, als Münchner Printmedien im November 2018 berichteten: „Ein in München festgenommener Hilfspfleger steht unter sechsfachem Mordverdacht.“ Der Umstand, dass einer der Ärzte dieses FLSD den Toten gründlich untersuchte und einen Verdacht äußerte, führte zu weiteren Ermittlungen von Polizei und Gerichtsmedizin. „Es muss im Interesse der Öffentlichkeit und der Ermittlungsbehörden liegen, dass diese von der Polizei angeforderten Leichenschauen, auch künftig fachlich kompetent und qualitätsgesichert vorgenommen werden. Und es muss sich im Honorar widerspiegeln, da wir sonst riskieren, diese Ärztinnen und Ärzte zu verlieren“, so Emminger abschließend.

www.blaek.de




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